Uni Houston-Team nutzt lasergestütztes Radarsystem (Lidar) zur Ruinenfindung im Regenwald

Das LiDAR Grafik 1A Feld-Team von der University of Houston und das National Science Foundation (NSF) National Center for Airborne Laser Mapping (NCALM) hat eine abgelegene Region von Honduras, in der sich die legendäre versunkene Stadt Ciudad Blanca enthalten haben könnte, fotografisch dargestellt.

Die Ergebnisse, die kürzlich von Honduras Präsidenten Porfirio Lobo angekündigt wurden, markieren den erfolgreichen Abschluß der ersten lastergestützten Untersuchung von Teilen der Mosquitia Region, in der sich die weltweit am wenigsten erforschten unberührten Regenwälder befinden.

Eine erste Analyse der LIDAR-Untersuchung führte zur Entdeckung von Ruinen, bei denen es sich um um die von Ciudad Blanca oder andere lange verborgene Stätten handelt. Die Archäologen werden so mit Informationen versorgt, die genaue Standorte von Funktionen innnerhalb von Bruchteilen von Metern für weitere Studien angibt.

Die Universität Houston dient als operatives Zentrum für NCALM, einem Gemeinschaftsprogramm der Uni Houston und der Universität von Kalifornien in Berkeley. NCALM konzentriert sich auf die Sammlung von Forschungsqualität, LIDAR-Daten für NSF Auftraggeber, die Weiterentwicklung der LIDAR-Technologie und -Anwendungen sowie die Ausbildung von Studenten, die Positionen in akademischen, staatlichen und kommerziellen Organisationen inne haben, und Erfahrung des LIDAR benötigen.

Die Erfahrung des NCALM Operational Center bei der Fertigstellung von mehr als 150 Projekten in der ganzen Nation war entscheidend für den erfolgreichen Abschluß des Honduras-Mapping-Projekts, das von UTL Scientific LLC., einer Gruppe von leitenden Experten des honduranischen LiDAR Projekts initiiert wurde.

UTL-Projektleiter Steve Elkins wurde von dem Mosquitia Regenwald seit seinem ersten Besuch dort, der fast 20 Jahre zurück liegt, fasziniert, aber er ist durch die Unfähigkeit von Satellitenbildern unter den extrem dicken Bewuchs zu sehen, frustriert worden. Er wandte sich an Forscher an der Uni Houston, NCALM Geosensing und das Systems Engineering (GSE) Graduiertenkolleg, um dieses Hindernis zu überwinden.

Die Professoren Ramesh L. Shrestha und William E. Carter von der Uni Houston haben mehr als zehn Jahre lang durch die Verfeinerung und Anwendung von LIDAR dafür gesorgt, daß die Oberfläche der Erde in erster Linie für Geowissenschaftler ersichtlich ist.

Im Jahr 2009, kartierten die UH-Forscher und ein Team von Michael Sartori, Juan Fernandez-Diaz und Abhinav Singhania erfolgreich die archäologische Stätte Caracol in Belize mit Unterstützung von LIDAR. Obwohl die Forschungsstätte mit dichtem Regenwald bedeckt war, deckten die LiDAR Daten Bauruinen und landwirtschaftliche Terrassen auf, die von Archäologen nicht einmal innerhalb von 25 Jahren entdeckt worden waren.

Im Rahmen des Honduras-Projekts „befeuerte“ das UH-Team die Gegend mit 25 bis 50 Laserpulsen pro Quadratmeter – insgesamt mehr als vier Milliarden Laserschüsse wurden abgegeben. Eine Reihe von Bereichen wurde kartiert und die Anzahl der gesammelten Bilder wurde reduziert und gefiltert, um die Vegetation zu entfernen und „nackte Erde“ sowie digitale Höhenmodelle in nahezu Echtzeit zu erstellen.

Die digitalen Höhenmodelle wurden dann verwendet, um geodätische Bilder der Gelände-Oberfläche unterhalb des Regenwaldes zu produzieren und diese Bilder wurden mit dem Auge abgesucht, um geomorphologische Merkmale sowie potentielle archäologische Ruinen zu entdecken.

Das Projekt hat die Fähigkeit von luftgestützten Laser-Mapping bewiesen, archäologische Ruinen in Regionen mit dichter Waldbedeckung zu lokalisieren, und es scheint, daß die Methode in den kommenden Jahren zu breiter Anwendung gelangen wird.

Uni Houston

Übers.  Ulf R.