ISON – Kandidat für einen „Jahrhundertkometen“

Im September 2012 wurde der Komet Ison von zwei Astronomen in Weisrußland und Russland entdeckt. Ison weist bereits erste Kennzeichen dafür auf, daß seine Sichtbarkeit in Sonnennähe spektakulär sein wird. Die maximale Helligkeit des Kometen könnte die des Vollmondes übertreffen, allerdings auf einer kleineren Fläche konzentriert als auf der Vollmondscheibe. Dieses Erscheinungsbild läßt Vermutungen anstellen, daß es sich bei Ision um einen „Traumkometen“ handeln könnte.

Es gibt eine realistische Chance, daß dies tatsächlich eintreffen wird: zum einen war Ison (benannt nach dem International Scientific Optical Network, in dem die Entdecker Artyom Novichonok und Vitali Nevski Mitglieder sind ) als er zum ersten mal gesehen wurde, noch fast 600 Millionen Meilen (965 Mio. km ) von der Sonne entfernt und auch weit jenseits der Umlaufbahn des Jupiter. Das ist ungewöhnlich weit für einen Kometen, um bereits entdeckt werden zu können: diese interplanetaren Trümmerteile halten sich in der Regel in den eisigen Welten jenseits des Neptun auf und sind mehr oder weniger unsichtbar, bis die Wärmestrahlung der Sonne beginnt, das Eis zu verdampfen und mit dem Staub von ihren Oberflächen die lichtreflektierende Koma zu bilden. Das läßt sie größer erscheinen,als sie wirklich sind.

Die Tatsache, daß Ison bereits so frühzeitig erkennbar ist bedeutet, er kann ziemlich groß – vielleicht einige Kilometer im Durchmesser sein – was bedeutet, daß wenn er sich am 28 November 2013 der Sonne auf weniger als 1,6 Millionen Kilometer nähern wird, seine Struktur robust genug sein wird, um ein Auseinanderbrechen zu vermeiden, das bei kleineren Kometen unweigerlich statt findet. Und wenn er die Sonnennähe unbeschadet übersteht, wird Ison den Nachthimmel in der nördlichen Hemisphäre vom Dezember 2013 an bis in den Januar des Folgejahres hell erleuchten.

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Übersetzung: Ulf R.

Steinerne Schüssel aus der Jungsteinzeit in Galiläa ausgegraben

200 bunte Perlen in einer Schüssel sowie Schnitzereien von Tierfiguren (Laufvögel, evtl. Strauße) auf einer steinernen Platte sind am Sonntag im Ein Zippori Nationalpark entdeckt worden, der sich im unteren Galiläa befindet.

Im Vorfeld der Erweiterung des Highway 79, waren umfangreiche archäologische Ausgrabungen durch die israelische Antikenverwaltung durchgeführt worden. Bei den Ausgrabungen wurde eine Vielzahl von beeindruckenden prähistorischen Artefakten freigelegt. Überreste aus der Zeit der prähistorischen Besiedlung, deren Herstellungszeitraum von der tonwarenlosen Jungsteinzeit (vor ca. 10.000 Jahren) bis in die frühe Bronzezeit (ca. 5.000 Jahren) reicht, finden sich im Bereich der Ein Zippori Grabungsstätte, die sich die südlich von der Ein Zippori Quelle erstreckt, an.

Die Grabungsstätte, die sich über eine Fläche von in etwa 40 Hektar erstreckt, könnte die größte im Land sein, wo es Überreste der „Wadi Rabah“ Kultur gibt. Diese Kultur wird nach dem Ort, an der sie zuerst entdeckt wurde (in der Region von Rosch Ha-Ayin) benannt und repräsentiert in Israel den Zeitraum zwischen dem Ende des sechsten Jahrtausends und dem Beginn des fünften Jahrtausends vor Christi Geburt.

Dr. Ianir Milevski und Nimrod Getzov, Direktoren der Grabungskampagne, die im Namen der Israel Antiquities Authority durchgeführt wird, sagten: „Das Vorhandensein von Resten aus dem Wadi Rabah Kultur in den meisten unserer Grabungsbereiche und an anderer Stelle in der Nähe, wo auf dem Gelände Untersuchungen durchgeführt wurden zeigt, daß Ein Zippori eine ergiebige Fundstätte ist. Es stellt sich heraus, daß dieser Ort einer der größten, wenn nicht der größte in dem Land ist, wo es Überreste dieser Kultur zu finden gibt. “

Eine Vielzahl von Artefakten wurde in dem freigelegten Areal gefunden, darunter Keramik, Werkzeuge aus Feuerstein, basaltene Schüsseln und künstlerische Objekte von großer Bedeutung. Milevski und Getzov sagten: „Die Töpferwaren wiesen charakteristische Züge der Wadi Rabah Kultur, wie gemalte und eingeschnitte Dekorationen sowie rot und schwarz bemalte Schüsseln auf. Herausragend unter den Steinwerkzeugen, die entdeckt wurden sind die Sichelklingen, die zur Getreideernte verwendet wurden, Zeichen für die Existenz einer landwirtschaftlichen Wirtschaft.“

Es geht auch klar aus dem Material einiger Fundstücke hervor, daß nicht alle gefundenen Objekte heimisch sind, sondern dass es sich um die Elemente als Teil eines Netzwerks des Handels, das sich über Tausende von Kilometern während der Antike erstreckte. Als Beispiel seien dünne scharfe Klingen aus Obsidian, das ein vulkanisches Gestein darstellt, das nicht heimisch in Israel ist, genannt, dessen nächste Quelle in der Türkei liegt.

Zu den besonderen Funden, die bei der Ausgrabung freigelegt wurden, zählt eine Gruppe von kleinen Steinschalen, die erstaunlich filigran hergestellt wurden.

Eine von ihnen war zum Zeitpunkt der Entdeckung mit mehr als 200 schwarzen, weißen und roten Steinperlen gefüllt.

Weitere wichtige Artefakte die gefunden wurden stellen Tonfiguren von Tieren (Schafe, Schweine und Rinder) dar, die die Bedeutung der Viehzucht in diesen Kulturen veranschaulichen.

Die Funde von größter Bedeutung stellen Siegel aus Stein oder Amulette dar, auf denen geometrische Motive und Steinplatten die mit Verschneidungen und knöchernen Objekten dekoriert sind. Unter den Steinplatten ist eine, die eine einfache, aber sehr elegante Schnitzerei zeigt, die zwei rennende Strauße darstellt.

Nach Angaben der Forscher stellen diese Objekte die Welt religiösen Glaubens dar und dienen als Verbindungsglied zwischen Ein Zippori und den Kulturen dieser Zeit in Syrien und Mesopotamien.

Milevski und Getzov erklärten: „Die Ankunft dieser Objekte an der Ein Zippori Grabungsstätte zeigt, daß sich bereits damals eine soziale Schicht von gesellschaftlicher Elite entwickelt hat, die Luxusartikel, die aus fernen Ländern importiert wurden, erhielt und verwendete.“

Die wichtigsten Funde sind Siegel oder Talismane aus Stein mit geometrischen Motiven und Steinplatten mit unter Zuhilfenahme von Knochenwerkzeugen eingeritzten Motiven.

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Übersetzung: admin

Israelische Archäologen entdecken 3.000 Jahre alten Wasserspeicher in Jerusalem

Die Entdeckung in der Nähe der Klagemauer hat das Verständnis der Archäologen für die Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels verändert. Eine große öffentlicher Zisterne, deren Alter auf den Zeitraum des Ersten Tempels datiert ist, wurde kürzlich bei in Jerusalem durchgeführten Ausgrabungen entdeckt. Der Wasserspeicher ist der erste seiner Art, der in Jerusalem aufgedeckt wurde. Die Ausgrabungen, die an einem Standort in dem Jerusalemer archäologischen Garten, nicht weit von der Klagemauer durchgeführt werden, finden unter der Leitung der israelischen Altertümerverwaltung in Zusammenarbeit mit der Behörde für Natur und Parks Authority statt und werden von der Elad Stiftung finanziert.

In den letzten Jahren haben Archäologen zusammen mit der Behörde für Altertümer einen großen Kanal, der von der Umgebung des Tempelberges zum Siloahteich führt, ausgehoben. Heute können Besucher bereits eine Tour zu einem Teil des Kanals, der in der Nähe der Klagemauer verläuft, besichtigen. Die Ausgrabung führte eine Reihe von früheren Strukturen zu Tage, die eine nach der anderen abgerissen wurden, um den Kanal zu bauen, zusammen mit der Straße über den Kanal, und was Teil der Klagemauer zu sein scheint.

In den letzten Paar Wochen entdeckten die Ausgraber, daß der Bau des Kanals bei einer 250 Kubikmeter großen Zisterne abschloß, die aus dem Stein während der Zeit des Ersten Tempels vor rund 3.000 Jahren gemeißelt wurde. Funde aus der Zeit des ersten Tempels in Jerusalem sind relativ selten, im Vergleich mit Ergebnissen aus späteren Epochen. Trotz der Tatsache, daß archäologische Ausgrabungen in Jerusalem seit dem 19. Jahrhundert stattfinden, ist dies die erste große Zisterne, die innerhalb der Stadt gefunden wurde.

Es wurde festgestellt, daß die Mauern der Zisterne gründlich verputzt worden waren, und zwar in der gleichen Weise wie andere Zisternen aus der gleichen Zeit in verschiedenen Regionen in ganz Israel, einschließlich Bet Shemesh und Be’er Sheva. Die Entdeckung der Zisterne ändert die aktuellen Vorstellungen von Archäologen, die sie bezüglich der Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels hatten. Bisher glaubten die Forscher, daß das meiste Wasser zur Zeit des ersten Tempels die Stadt direkt aus der Gihonquelle, die im Kidrontal entspringt, erreichte.

Laut Eli Shukron, des Grabungsleiters im Auftrag der Israelischen Altertümerverwaltung „Die Betrachtung der aktuellen Zisterne, sowie kleinerer Zisternen, die entlang des Tyropoeon Tales offenbart wurden, zeigt eindeutig, daß der Wasserverbrauch Jerusalems in der Zeit des ersten Tempels nicht ausschließlich von dem Ausstoß der Wasserwerke der Gihonquelle, sondern auch von weiteren verfügbaren Wasserressourcen, wie die, die wir gerade entdeckt haben, gedeckt wurde.Laut Dr. Tvika Tsuk, Chefarchäologe der Behörde für Natur und Parks und ein Experte für alte Wasser-Systeme „Ist das große Wasserreservoir, daß in der Nähe des Tempelberges liegt, vermutlich für die täglichen Aktivitäten des Tempels verwendet worden sowie auch von den Pilgern, die zum Tempel hinauf zogen und das Wasser zum Baden und Trinken benötigten“.

Linksgerichtete Archäologen griffen die Israelische Antikenbehörde angesichts der neuen Erkenntnisse an und behaupteten, daß die Organisation die Grabung für für politische Zwecke durchgeführt hat, und im Gegensatz zu richtigen archäologischen Methoden stattgefunden hat. „Antike Strukturen können nicht richtig datiert werden, wenn die Ausgrabung nicht nach der stratigraphischen Methode – vom Boden aus, [gerade] nach unten erfolgt“, sagte Yoni Mizrahi, ein Archäologe der Organiation „Emek Shaveh“, unter deren Dach Archäologen vereint sind, die Kritik an der Israelischen Altertümerverwaltung und an der Elad Stiftung üben.

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Übersetzung: admin

5.000 Jahre alte Sonnenbarke nahe Giseh gefunden

Französische Archäologen haben ein 5.000 Jahre altes pharaonisches Holzboot im Rahmen einer Expedition in Ägypten entdeckt. Das Boot ist eines der ältesten, größten und am besten erhaltenen Schiffe aus der Antike und hat sich als das weltweit älteste intakte Schiff erwiesen. Die bedeutendste Entdeckung wurde in Abu Roash, westlich von Kairo, gemacht sagte der Minister für Altertümer Mohammed Ibrahim. „Es geht zurück auf die Ära des Pharao Hor-Den (ca. 2870 bis ca. 2820 v. Chr.), einen der ersten dynastischen Könige“, sagte Minister Ibrahim.

Das sechs Meter lange und 1,5 Meter breite pharaonische Sonnenschiff „ist in gutem Zustand“, fügte er hinzu. Seine Planken werden zur Zeit renoviert, bevor es in einem Museum der Öffentlichkeit vorgestellt wird, berichtet die „Middle East Online„. Die Pharaonen glaubten, daß Sonnenbarken, die nach ihrem Tod in der Nähe vergraben wurden, sie ins Jenseits transportierten. Die Beplankung des Bootes wurde zum im Bau befindlichen ägyptischen National Museum of Civilisation transportiert, um sie zu restaurieren.

Sobald das Museum gebaut wird, ist zu erwarten, daß das Schiff irgendwann innerhalb des nächsten Jahres ausgestellt werden wird. Die Gruppe von französischen Archäologen ist für das Institut français d’archéologie orientale (IFAO) tätig.

Im Jahr 1954 hatte ein ägyptischer Archäologe nahe einer Pyramide in Gizeh etwas hölzernes entdeckt, was sich später als das 43 Meter lange Schiff des Pharaos Cheops, gebaut aus Zedernholz, herausstellte. Das 4.500 Jahre alte intakte Schiff ist in der Nähe der Pyramide ausgestellt.

Aufstrebendes Vibrionen-Risiko in hohen Breiten als Reaktion auf die Erwärmung der Meere

Es herrscht zunehmend Besorgnis in Bezug auf die Rolle des Klimawandels bei der Beschleunigung der Verbreitung wasserbasierter bakterieller Infektionskrankheiten. Hier sehen Forscher Zusammenhänge zwischen beobachteten Veränderungen der Umwelt im Ostseeraum und dem jüngsten Auftreten von Vibrio-Infektionen und auch Prognosen zukünftiger Szenarien der Gefahr von Infektionen in Korrespondenz mit prognostizierten Erwärmungstrendstrends.

Bei der Untersuchung von Datensätzen der langfristigen Temperatur der Meeresoberfläche fanden die Wissenschaftler heraus, daß die Ostsee sich mit einer beispiellosen Geschwindigkeit erwärmt. Die Wassertemperaturtrends von 1982 bis 2010 zeigen ein Erwärmungsmuster von 0,063-0,078° C jährlich (6,3 bis 7,8° C pro Jahrhundert), die zusammen mit den jüngsten Spitzenwerten in der Geschichte der Messungen für diese Region ihresgleichen suchen. Diese Erwärmungsmuster treten in Zusammenhang mit dem unerwartet häufigen Auftreten von Vibrio-Infektionen im Norden Europas, in vielen Schwerpunktenn im gesamten Ostseeraum auf. Die Anzahl und Verteilung der Fälle korrespondiert eng mit den zeitlichen und räumlichen Spitzen der Oberflächentemperaturen der Meeresoberfläche. Dies ist einer der ersten empirischen Beweise dafür, daß der anthropogene (menschengemachte) Klimawandel die Entstehung von vibrionenbasierten Krankheiten in den gemäßigten Zonen durch die Auswirkungen auf die ansäßigen bakteriellen Gemeinschaften erhöht, was mit sich bringt, daß dieser Prozess eine Neugestaltung der Verbreitung von Infektionskrankheiten in globalem Maßstab zur Folge hat.

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In Anbetracht dieses seltsamen „Sommers“, man beachte das Wetter hierzulande, im Mittelmeerraum und jüngst in China, ist eine Leugnung des Klimawandels wissenschaftlich unhaltbar.

Uralte Synagoge samt Samson-Mosaik in Galiläa ausgegraben

Das Mosaik enthält eine hebräische Inschrift, die von der Samsonerzählung als Teil der 1600 Jahre alten Synagoge berichtet.

Die Israelische Altertümerverwaltung hat am heutigen Montag bekannt gegeben, daß eine archäologische Grabung einen Mosaikboden zu Tage brachte, der die Geschichte des biblischen Samson beschreibt und eine hebräische Inschrift aus einer etwa 1600 Jahre alte Synagoge im unteren Galiläa beinhaltet.

Die Grabung wird von Dr. Jodi Magness von der North Carolina Universität in Zusammenarbeit mit der IAA und anderen durchgeführt. Die Struktur der Synagoge und die damit verbundenen Erkenntnisse aus den talmudischen Zeiten zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert n. Chr., wurden in der Nähe des Kibbutz Hokuk gefunden, und sind wahrscheinlich die Überreste einer alten Synagoge, über die in verschiedenen mittelalterlichen und talmudischen Quellen in der Antike als Horkuk erwähnt wird. Das historische Hokuk wird in dem Jerusalemer Talmud als einer von einer Reihe von Orten, an denen Rabbiner des Talmud, sowohl der früheren Tannaim und der späteren Amoraim sich trafen um zu diskutieren und das Schreiben des Talmuds zu fördern, erwähnt.

Ein Buch des mittelalterlichen Rabbi Ashtori Ishtori aus dem 14. Jahrhundert verweist speziell auf eine Synagoge in der gleichen Gegend, wo die neuen Erkenntnisse gewonnen wurden.

Laut Dr. David Amit von der IAA „ist der Höhepunkt der Entdeckungen in der laufenden Saison ein buntes Mosaik von sehr hoher Qualität.“

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Uni Houston-Team nutzt lasergestütztes Radarsystem (Lidar) zur Ruinenfindung im Regenwald

Das LiDAR Grafik 1A Feld-Team von der University of Houston und das National Science Foundation (NSF) National Center for Airborne Laser Mapping (NCALM) hat eine abgelegene Region von Honduras, in der sich die legendäre versunkene Stadt Ciudad Blanca enthalten haben könnte, fotografisch dargestellt.

Die Ergebnisse, die kürzlich von Honduras Präsidenten Porfirio Lobo angekündigt wurden, markieren den erfolgreichen Abschluß der ersten lastergestützten Untersuchung von Teilen der Mosquitia Region, in der sich die weltweit am wenigsten erforschten unberührten Regenwälder befinden.

Eine erste Analyse der LIDAR-Untersuchung führte zur Entdeckung von Ruinen, bei denen es sich um um die von Ciudad Blanca oder andere lange verborgene Stätten handelt. Die Archäologen werden so mit Informationen versorgt, die genaue Standorte von Funktionen innnerhalb von Bruchteilen von Metern für weitere Studien angibt.

Die Universität Houston dient als operatives Zentrum für NCALM, einem Gemeinschaftsprogramm der Uni Houston und der Universität von Kalifornien in Berkeley. NCALM konzentriert sich auf die Sammlung von Forschungsqualität, LIDAR-Daten für NSF Auftraggeber, die Weiterentwicklung der LIDAR-Technologie und -Anwendungen sowie die Ausbildung von Studenten, die Positionen in akademischen, staatlichen und kommerziellen Organisationen inne haben, und Erfahrung des LIDAR benötigen.

Die Erfahrung des NCALM Operational Center bei der Fertigstellung von mehr als 150 Projekten in der ganzen Nation war entscheidend für den erfolgreichen Abschluß des Honduras-Mapping-Projekts, das von UTL Scientific LLC., einer Gruppe von leitenden Experten des honduranischen LiDAR Projekts initiiert wurde.

UTL-Projektleiter Steve Elkins wurde von dem Mosquitia Regenwald seit seinem ersten Besuch dort, der fast 20 Jahre zurück liegt, fasziniert, aber er ist durch die Unfähigkeit von Satellitenbildern unter den extrem dicken Bewuchs zu sehen, frustriert worden. Er wandte sich an Forscher an der Uni Houston, NCALM Geosensing und das Systems Engineering (GSE) Graduiertenkolleg, um dieses Hindernis zu überwinden.

Die Professoren Ramesh L. Shrestha und William E. Carter von der Uni Houston haben mehr als zehn Jahre lang durch die Verfeinerung und Anwendung von LIDAR dafür gesorgt, daß die Oberfläche der Erde in erster Linie für Geowissenschaftler ersichtlich ist.

Im Jahr 2009, kartierten die UH-Forscher und ein Team von Michael Sartori, Juan Fernandez-Diaz und Abhinav Singhania erfolgreich die archäologische Stätte Caracol in Belize mit Unterstützung von LIDAR. Obwohl die Forschungsstätte mit dichtem Regenwald bedeckt war, deckten die LiDAR Daten Bauruinen und landwirtschaftliche Terrassen auf, die von Archäologen nicht einmal innerhalb von 25 Jahren entdeckt worden waren.

Im Rahmen des Honduras-Projekts „befeuerte“ das UH-Team die Gegend mit 25 bis 50 Laserpulsen pro Quadratmeter – insgesamt mehr als vier Milliarden Laserschüsse wurden abgegeben. Eine Reihe von Bereichen wurde kartiert und die Anzahl der gesammelten Bilder wurde reduziert und gefiltert, um die Vegetation zu entfernen und „nackte Erde“ sowie digitale Höhenmodelle in nahezu Echtzeit zu erstellen.

Die digitalen Höhenmodelle wurden dann verwendet, um geodätische Bilder der Gelände-Oberfläche unterhalb des Regenwaldes zu produzieren und diese Bilder wurden mit dem Auge abgesucht, um geomorphologische Merkmale sowie potentielle archäologische Ruinen zu entdecken.

Das Projekt hat die Fähigkeit von luftgestützten Laser-Mapping bewiesen, archäologische Ruinen in Regionen mit dichter Waldbedeckung zu lokalisieren, und es scheint, daß die Methode in den kommenden Jahren zu breiter Anwendung gelangen wird.

Uni Houston

Übers.  Ulf R.

Forscher entwickeln neues Verfahren zur Gewinnung von Zahnseide

Einem Forscherteam unter Federführung des Biologen Dr. Lepidoptera, Uni Jesteborough, ist unter Verwendung genmanipulierter Seidenraupen, Bombyx mori, die Herstellung von PTFE-ummantelten Spinnfäden gelungen. Um zu den gewünschten Materialeigeschaften zu gelangen war zunächst eine Nährlösung auf der Basis halogenierter anorganischer Salze synthetisiert worden. Da Seidenraupen üblicher Weise ausschließlich die Blätter des Maulbeerbaumes konsumieren, war die Suche nach einem Ersatzfutter aufwendig und zeitintensiv.

Es gelang schließlich, ausgewählte Pflanzen der Birkenfeige (Ficus benjamina) zur Aufnahme der fluorierten Nährlösung anzuregen. Hierzu erfolgte eine Begasung der Pflanzen mit dem aus der Ananasreifung bekannten Ethin. Die so vorbereiteten Birkenfeigen bildeten Blätter, die zum einen von den Seidenraupen als Nahrung akzeptiert wurden, und zum anderen die notwendigen Moleküle zur späteren Seidenfadenummantelung enthielten.

Nach dem Verzehr adäquater Mengen an Ficus-Blättern begannen sich die Seidenraupen einzuspinnen und zu verpuppen. Während dieses Vorgangers war ein leichter Fluorgeruch wahrzunehmen. Nach Abkochen der Raupen konnte der Zahnseidefaden abgehaspelt werden. Die Forscher waren von der Leichtgängigkeit der Fäden in den Zahnzwischenräumen und der Zugfestigkeit des Filaments angenehm überrascht.

Offenbar führte die Genmanipulation der Spinndrüsen an Bombyx mori zu einer vollkommen unüblichen Struktur der Seidenfäden. Die Fluorierung der Nährsalzlösung zur Düngung der Birkenfeigen bewirkte beim Verspinnen die charakteristische PTFE-Ummantelung der Fäden.

Die kompletten Forschungsergebnisse sind im Wissenschaftsmagazin „Floss“ nachzulesen.

Universitätsklinikum Heidelberg startete Studie zur Schluckimpfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg bietet im Rahmen einer Studie eine Schluckimpfung zur Behandlung von Krebs an. Teilnehmen können Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom), der nicht operiert werden kann oder bereits Metastasen gebildet hat.

Die Patienten erhalten während eines zehntägigen stationären Aufenthaltes im Klinisch-Pharmakologischen Studienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg zusätzlich zur gängigen Chemotherapie vier Anwendungen des experimentellen Impfstoffs VXM01 oder eines Placebopräparats. In einer abschließenden Untersuchung prüfen die Studienärzte den Erfolg der Behandlung: „Nach zehn Tagen läßt sich bereits feststellen, ob die Impfung Auswirkung auf die körpereigene Krebsabwehr hat“, erklärte Studienleiter Privatdozent Dr. Hubertus Schmitz-Winnenthal, Leiter der Sektion für Endokrine Chirurgie an der Chirurgischen Universitätsklinik (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Markus W. Büchler). Die Patienten werden nach ihrem stationären Aufenthalt bis zu 2 Jahre nachverfolgt.

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Wissenschaftler der Uni Michigan entdecken im Huronsee prähistorische Spuren menschlicher Aktivität

Unter der Wasseroberfläche des kalten klaren Huronsees haben Forscher der Universität von Michigan ein fünfeinhalb Fuß langes Holzstück entdeckt, daß zum Stab abgerundet ist und ein Alter von 8.900 Jahren aufweist. Das Holz, daß aussieht, als wäre es bearbeitet worden, könnte wichtige Hinweise zur Entschlüsselung einer geheimnisvollen Periode der amerikanischen Frühzeit liefern.

„Das war der Zeitraum, als die Menschen allmählich von derJagd auf große Säugetiere wie Mastodon und Karibus absahen und begannen, zu Fischen, zu Sammeln und sich der Landwirtschaft zu widmen“, sagte Anthropologe John O’Shea. „Aber weil die meisten Orte in diesem Gebiet, in denen die prähistorischen Menschen lebten, nun von Wasser bedeckt sind, haben wir keine guten Beweise für diese wichtige Veränderung selbst sondern nur Anhaltspunkte aus der Zeit vor und nach der Veränderung der Jagdgewohnheiten.

„Eine der bleibenden Fragen ist der Mechanismus, der das Land unter Wasser setzte. Viele Leute denken, es muß sich um ein  gewaltsames Ereignis gehandelt haben, aber der Fund des großen hölzernen Objekts, daß auf dem Grund des Sses liegend entdeckt wurde und das lediglich zwischen ein paar Felsbrocken eingeklemmt war, läßt den Schluß zu, daß die Überschwemmung schnell aber dennoch saft von Statten ging. Und dies wiederum läßt vermuten, daß wir mehr intakte Zeugnisse menschlicher Aktivität in der Nähe finden werden.“

Mit Unterstützung der National Science Foundation (NSF) und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), begannen O’Shea und UM Kollege Guy Meadows vor einigen Jahren die Erkundung der Gegend in der Mitte des modernen Huronsees. Im Jahr 2009 berichteten sie von der Entdeckung einer eine Reihe von Steinen, bei denen es sich wie sie glauben, um „Jagdpfade“ von alten Paleoindianischen Jägern handelt, die sie nutzen, um um Karibus zum Schlachter zu treiben, eine Technik, die noch heute von den Inuit ausgeübt wird. Diese Pfade wurden auf der Alpena-Amberley Ridge, einer Landverbindung über die Mitte des modernen Huronsees, die den nördlichen Michigan mit Zentral-Ontario während der niedrigen Wasser-Perioden des Pleistozän und des frühen Holozän Erdzeitalters verband.

Seit der Entdeckung haben O’Shea und Meadow an der Identifizierung menschlicher Siedlungen, die sich üblicherweise außerhalb der Jagdgebiete befanden, gearbeitet. Im Rahmen der Jungfernfahrt ihres 25 Fuß langen Schiffes, der S / V Blue  entdeckten sie zunächst, etwa 40-60 Meilen außerhalb von Alpena, Michigan, im Huronsee das alte Holz-Objekt unter Benutzung eines kleinen ferngesteuerten Erkundungsfahrzeugs (ROV), welches mit einer Videokamera ausgestattet war. Anschließend stieg ein Team von Tauchern – einschließlich O’Shea, etwa 33 Meter hinab, um das Objekt zu erkunden.

Die zunächst in einem mit Seewasser gefüllten PVC-Rohr gelagerte Probe wurde mittlerweile unter Verwendung der Radiocarbonmethode auf ihr Alter hin untersucht. Es laufen derzeit genauere Analysen, um festzustellen, ob es Veränderungen durch Menschen, was die visuelle Untersuchung nahe legt, gegeben hat. „Das erste, was auffällt, ist, daß das Objekt mit abgerundeter Basis und einer Spitze geformt worden zu sein scheint“, sagte O’Shea. „Es gibt auch eine Schräge auf der einen Seite, die wie sie aussieht, unnatürlich erstellt worden war. Es sieht aus als könnte es sich um eine Zeltstange oder eine Stange die zum Aufhängen von Fleisch verwendet worden ist, handeln.“

Zusätzlich zu dem Holzfund haben die UM-Forscher viele andere Exponate vom Grund des Sees gehoben von den sie hoffen, neue Erkenntnisse über die damalige Umwelt zu erfahren, bevor es durch den steigenden Wasserspiegel des Sees zur Überflutung der Gegenstände kam. Einige der Proben werden jetzt bei dei Uni Michigan analysiert, während andere von einem kanadischen Experten für überflutete Ortschaften und Mikroabrieb bei Feuersteinbearbeitung analysiert werden – dazu fand eine Prüfung von Flocken aus Stein, deren Durchmesser weniger als einen Millimeter beträgt und die in großen Mengen produziert werden, wenn Steinwerkzeuge behauen wurden, statt..

Des weiteren wurden laut O’Shea Ansammlungen von von Pinienpollen und Holzkohle gefunden. „Langsam enthüllt sich das Bild der damaligen Umwelt“, sagte er. „Es war ein Sumpf in der Nähe dieser Fundstätte. Es scheint, wir sind der Vergangenheit der auf der Spur, aber natürlich könnte die Holzkohle sowohl von Waldbränden als auch Feuerstätten stammen. Also müssen wir auf das Ergebnis der Analysen warten, um sicher zu gehen, was wir hier entdeckt haben.“

Uni Michigan

Übersetzung: Ulf R.