Archiv der Kategorie: Archaeologie

Steinerne Schüssel aus der Jungsteinzeit in Galiläa ausgegraben

200 bunte Perlen in einer Schüssel sowie Schnitzereien von Tierfiguren (Laufvögel, evtl. Strauße) auf einer steinernen Platte sind am Sonntag im Ein Zippori Nationalpark entdeckt worden, der sich im unteren Galiläa befindet.

Im Vorfeld der Erweiterung des Highway 79, waren umfangreiche archäologische Ausgrabungen durch die israelische Antikenverwaltung durchgeführt worden. Bei den Ausgrabungen wurde eine Vielzahl von beeindruckenden prähistorischen Artefakten freigelegt. Überreste aus der Zeit der prähistorischen Besiedlung, deren Herstellungszeitraum von der tonwarenlosen Jungsteinzeit (vor ca. 10.000 Jahren) bis in die frühe Bronzezeit (ca. 5.000 Jahren) reicht, finden sich im Bereich der Ein Zippori Grabungsstätte, die sich die südlich von der Ein Zippori Quelle erstreckt, an.

Die Grabungsstätte, die sich über eine Fläche von in etwa 40 Hektar erstreckt, könnte die größte im Land sein, wo es Überreste der „Wadi Rabah“ Kultur gibt. Diese Kultur wird nach dem Ort, an der sie zuerst entdeckt wurde (in der Region von Rosch Ha-Ayin) benannt und repräsentiert in Israel den Zeitraum zwischen dem Ende des sechsten Jahrtausends und dem Beginn des fünften Jahrtausends vor Christi Geburt.

Dr. Ianir Milevski und Nimrod Getzov, Direktoren der Grabungskampagne, die im Namen der Israel Antiquities Authority durchgeführt wird, sagten: „Das Vorhandensein von Resten aus dem Wadi Rabah Kultur in den meisten unserer Grabungsbereiche und an anderer Stelle in der Nähe, wo auf dem Gelände Untersuchungen durchgeführt wurden zeigt, daß Ein Zippori eine ergiebige Fundstätte ist. Es stellt sich heraus, daß dieser Ort einer der größten, wenn nicht der größte in dem Land ist, wo es Überreste dieser Kultur zu finden gibt. “

Eine Vielzahl von Artefakten wurde in dem freigelegten Areal gefunden, darunter Keramik, Werkzeuge aus Feuerstein, basaltene Schüsseln und künstlerische Objekte von großer Bedeutung. Milevski und Getzov sagten: „Die Töpferwaren wiesen charakteristische Züge der Wadi Rabah Kultur, wie gemalte und eingeschnitte Dekorationen sowie rot und schwarz bemalte Schüsseln auf. Herausragend unter den Steinwerkzeugen, die entdeckt wurden sind die Sichelklingen, die zur Getreideernte verwendet wurden, Zeichen für die Existenz einer landwirtschaftlichen Wirtschaft.“

Es geht auch klar aus dem Material einiger Fundstücke hervor, daß nicht alle gefundenen Objekte heimisch sind, sondern dass es sich um die Elemente als Teil eines Netzwerks des Handels, das sich über Tausende von Kilometern während der Antike erstreckte. Als Beispiel seien dünne scharfe Klingen aus Obsidian, das ein vulkanisches Gestein darstellt, das nicht heimisch in Israel ist, genannt, dessen nächste Quelle in der Türkei liegt.

Zu den besonderen Funden, die bei der Ausgrabung freigelegt wurden, zählt eine Gruppe von kleinen Steinschalen, die erstaunlich filigran hergestellt wurden.

Eine von ihnen war zum Zeitpunkt der Entdeckung mit mehr als 200 schwarzen, weißen und roten Steinperlen gefüllt.

Weitere wichtige Artefakte die gefunden wurden stellen Tonfiguren von Tieren (Schafe, Schweine und Rinder) dar, die die Bedeutung der Viehzucht in diesen Kulturen veranschaulichen.

Die Funde von größter Bedeutung stellen Siegel aus Stein oder Amulette dar, auf denen geometrische Motive und Steinplatten die mit Verschneidungen und knöchernen Objekten dekoriert sind. Unter den Steinplatten ist eine, die eine einfache, aber sehr elegante Schnitzerei zeigt, die zwei rennende Strauße darstellt.

Nach Angaben der Forscher stellen diese Objekte die Welt religiösen Glaubens dar und dienen als Verbindungsglied zwischen Ein Zippori und den Kulturen dieser Zeit in Syrien und Mesopotamien.

Milevski und Getzov erklärten: „Die Ankunft dieser Objekte an der Ein Zippori Grabungsstätte zeigt, daß sich bereits damals eine soziale Schicht von gesellschaftlicher Elite entwickelt hat, die Luxusartikel, die aus fernen Ländern importiert wurden, erhielt und verwendete.“

Die wichtigsten Funde sind Siegel oder Talismane aus Stein mit geometrischen Motiven und Steinplatten mit unter Zuhilfenahme von Knochenwerkzeugen eingeritzten Motiven.

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Übersetzung: admin

Israelische Archäologen entdecken 3.000 Jahre alten Wasserspeicher in Jerusalem

Die Entdeckung in der Nähe der Klagemauer hat das Verständnis der Archäologen für die Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels verändert. Eine große öffentlicher Zisterne, deren Alter auf den Zeitraum des Ersten Tempels datiert ist, wurde kürzlich bei in Jerusalem durchgeführten Ausgrabungen entdeckt. Der Wasserspeicher ist der erste seiner Art, der in Jerusalem aufgedeckt wurde. Die Ausgrabungen, die an einem Standort in dem Jerusalemer archäologischen Garten, nicht weit von der Klagemauer durchgeführt werden, finden unter der Leitung der israelischen Altertümerverwaltung in Zusammenarbeit mit der Behörde für Natur und Parks Authority statt und werden von der Elad Stiftung finanziert.

In den letzten Jahren haben Archäologen zusammen mit der Behörde für Altertümer einen großen Kanal, der von der Umgebung des Tempelberges zum Siloahteich führt, ausgehoben. Heute können Besucher bereits eine Tour zu einem Teil des Kanals, der in der Nähe der Klagemauer verläuft, besichtigen. Die Ausgrabung führte eine Reihe von früheren Strukturen zu Tage, die eine nach der anderen abgerissen wurden, um den Kanal zu bauen, zusammen mit der Straße über den Kanal, und was Teil der Klagemauer zu sein scheint.

In den letzten Paar Wochen entdeckten die Ausgraber, daß der Bau des Kanals bei einer 250 Kubikmeter großen Zisterne abschloß, die aus dem Stein während der Zeit des Ersten Tempels vor rund 3.000 Jahren gemeißelt wurde. Funde aus der Zeit des ersten Tempels in Jerusalem sind relativ selten, im Vergleich mit Ergebnissen aus späteren Epochen. Trotz der Tatsache, daß archäologische Ausgrabungen in Jerusalem seit dem 19. Jahrhundert stattfinden, ist dies die erste große Zisterne, die innerhalb der Stadt gefunden wurde.

Es wurde festgestellt, daß die Mauern der Zisterne gründlich verputzt worden waren, und zwar in der gleichen Weise wie andere Zisternen aus der gleichen Zeit in verschiedenen Regionen in ganz Israel, einschließlich Bet Shemesh und Be’er Sheva. Die Entdeckung der Zisterne ändert die aktuellen Vorstellungen von Archäologen, die sie bezüglich der Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels hatten. Bisher glaubten die Forscher, daß das meiste Wasser zur Zeit des ersten Tempels die Stadt direkt aus der Gihonquelle, die im Kidrontal entspringt, erreichte.

Laut Eli Shukron, des Grabungsleiters im Auftrag der Israelischen Altertümerverwaltung „Die Betrachtung der aktuellen Zisterne, sowie kleinerer Zisternen, die entlang des Tyropoeon Tales offenbart wurden, zeigt eindeutig, daß der Wasserverbrauch Jerusalems in der Zeit des ersten Tempels nicht ausschließlich von dem Ausstoß der Wasserwerke der Gihonquelle, sondern auch von weiteren verfügbaren Wasserressourcen, wie die, die wir gerade entdeckt haben, gedeckt wurde.Laut Dr. Tvika Tsuk, Chefarchäologe der Behörde für Natur und Parks und ein Experte für alte Wasser-Systeme „Ist das große Wasserreservoir, daß in der Nähe des Tempelberges liegt, vermutlich für die täglichen Aktivitäten des Tempels verwendet worden sowie auch von den Pilgern, die zum Tempel hinauf zogen und das Wasser zum Baden und Trinken benötigten“.

Linksgerichtete Archäologen griffen die Israelische Antikenbehörde angesichts der neuen Erkenntnisse an und behaupteten, daß die Organisation die Grabung für für politische Zwecke durchgeführt hat, und im Gegensatz zu richtigen archäologischen Methoden stattgefunden hat. „Antike Strukturen können nicht richtig datiert werden, wenn die Ausgrabung nicht nach der stratigraphischen Methode – vom Boden aus, [gerade] nach unten erfolgt“, sagte Yoni Mizrahi, ein Archäologe der Organiation „Emek Shaveh“, unter deren Dach Archäologen vereint sind, die Kritik an der Israelischen Altertümerverwaltung und an der Elad Stiftung üben.

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Übersetzung: admin

5.000 Jahre alte Sonnenbarke nahe Giseh gefunden

Französische Archäologen haben ein 5.000 Jahre altes pharaonisches Holzboot im Rahmen einer Expedition in Ägypten entdeckt. Das Boot ist eines der ältesten, größten und am besten erhaltenen Schiffe aus der Antike und hat sich als das weltweit älteste intakte Schiff erwiesen. Die bedeutendste Entdeckung wurde in Abu Roash, westlich von Kairo, gemacht sagte der Minister für Altertümer Mohammed Ibrahim. „Es geht zurück auf die Ära des Pharao Hor-Den (ca. 2870 bis ca. 2820 v. Chr.), einen der ersten dynastischen Könige“, sagte Minister Ibrahim.

Das sechs Meter lange und 1,5 Meter breite pharaonische Sonnenschiff „ist in gutem Zustand“, fügte er hinzu. Seine Planken werden zur Zeit renoviert, bevor es in einem Museum der Öffentlichkeit vorgestellt wird, berichtet die „Middle East Online„. Die Pharaonen glaubten, daß Sonnenbarken, die nach ihrem Tod in der Nähe vergraben wurden, sie ins Jenseits transportierten. Die Beplankung des Bootes wurde zum im Bau befindlichen ägyptischen National Museum of Civilisation transportiert, um sie zu restaurieren.

Sobald das Museum gebaut wird, ist zu erwarten, daß das Schiff irgendwann innerhalb des nächsten Jahres ausgestellt werden wird. Die Gruppe von französischen Archäologen ist für das Institut français d’archéologie orientale (IFAO) tätig.

Im Jahr 1954 hatte ein ägyptischer Archäologe nahe einer Pyramide in Gizeh etwas hölzernes entdeckt, was sich später als das 43 Meter lange Schiff des Pharaos Cheops, gebaut aus Zedernholz, herausstellte. Das 4.500 Jahre alte intakte Schiff ist in der Nähe der Pyramide ausgestellt.

Uralte Synagoge samt Samson-Mosaik in Galiläa ausgegraben

Das Mosaik enthält eine hebräische Inschrift, die von der Samsonerzählung als Teil der 1600 Jahre alten Synagoge berichtet.

Die Israelische Altertümerverwaltung hat am heutigen Montag bekannt gegeben, daß eine archäologische Grabung einen Mosaikboden zu Tage brachte, der die Geschichte des biblischen Samson beschreibt und eine hebräische Inschrift aus einer etwa 1600 Jahre alte Synagoge im unteren Galiläa beinhaltet.

Die Grabung wird von Dr. Jodi Magness von der North Carolina Universität in Zusammenarbeit mit der IAA und anderen durchgeführt. Die Struktur der Synagoge und die damit verbundenen Erkenntnisse aus den talmudischen Zeiten zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert n. Chr., wurden in der Nähe des Kibbutz Hokuk gefunden, und sind wahrscheinlich die Überreste einer alten Synagoge, über die in verschiedenen mittelalterlichen und talmudischen Quellen in der Antike als Horkuk erwähnt wird. Das historische Hokuk wird in dem Jerusalemer Talmud als einer von einer Reihe von Orten, an denen Rabbiner des Talmud, sowohl der früheren Tannaim und der späteren Amoraim sich trafen um zu diskutieren und das Schreiben des Talmuds zu fördern, erwähnt.

Ein Buch des mittelalterlichen Rabbi Ashtori Ishtori aus dem 14. Jahrhundert verweist speziell auf eine Synagoge in der gleichen Gegend, wo die neuen Erkenntnisse gewonnen wurden.

Laut Dr. David Amit von der IAA „ist der Höhepunkt der Entdeckungen in der laufenden Saison ein buntes Mosaik von sehr hoher Qualität.“

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Uni Houston-Team nutzt lasergestütztes Radarsystem (Lidar) zur Ruinenfindung im Regenwald

Das LiDAR Grafik 1A Feld-Team von der University of Houston und das National Science Foundation (NSF) National Center for Airborne Laser Mapping (NCALM) hat eine abgelegene Region von Honduras, in der sich die legendäre versunkene Stadt Ciudad Blanca enthalten haben könnte, fotografisch dargestellt.

Die Ergebnisse, die kürzlich von Honduras Präsidenten Porfirio Lobo angekündigt wurden, markieren den erfolgreichen Abschluß der ersten lastergestützten Untersuchung von Teilen der Mosquitia Region, in der sich die weltweit am wenigsten erforschten unberührten Regenwälder befinden.

Eine erste Analyse der LIDAR-Untersuchung führte zur Entdeckung von Ruinen, bei denen es sich um um die von Ciudad Blanca oder andere lange verborgene Stätten handelt. Die Archäologen werden so mit Informationen versorgt, die genaue Standorte von Funktionen innnerhalb von Bruchteilen von Metern für weitere Studien angibt.

Die Universität Houston dient als operatives Zentrum für NCALM, einem Gemeinschaftsprogramm der Uni Houston und der Universität von Kalifornien in Berkeley. NCALM konzentriert sich auf die Sammlung von Forschungsqualität, LIDAR-Daten für NSF Auftraggeber, die Weiterentwicklung der LIDAR-Technologie und -Anwendungen sowie die Ausbildung von Studenten, die Positionen in akademischen, staatlichen und kommerziellen Organisationen inne haben, und Erfahrung des LIDAR benötigen.

Die Erfahrung des NCALM Operational Center bei der Fertigstellung von mehr als 150 Projekten in der ganzen Nation war entscheidend für den erfolgreichen Abschluß des Honduras-Mapping-Projekts, das von UTL Scientific LLC., einer Gruppe von leitenden Experten des honduranischen LiDAR Projekts initiiert wurde.

UTL-Projektleiter Steve Elkins wurde von dem Mosquitia Regenwald seit seinem ersten Besuch dort, der fast 20 Jahre zurück liegt, fasziniert, aber er ist durch die Unfähigkeit von Satellitenbildern unter den extrem dicken Bewuchs zu sehen, frustriert worden. Er wandte sich an Forscher an der Uni Houston, NCALM Geosensing und das Systems Engineering (GSE) Graduiertenkolleg, um dieses Hindernis zu überwinden.

Die Professoren Ramesh L. Shrestha und William E. Carter von der Uni Houston haben mehr als zehn Jahre lang durch die Verfeinerung und Anwendung von LIDAR dafür gesorgt, daß die Oberfläche der Erde in erster Linie für Geowissenschaftler ersichtlich ist.

Im Jahr 2009, kartierten die UH-Forscher und ein Team von Michael Sartori, Juan Fernandez-Diaz und Abhinav Singhania erfolgreich die archäologische Stätte Caracol in Belize mit Unterstützung von LIDAR. Obwohl die Forschungsstätte mit dichtem Regenwald bedeckt war, deckten die LiDAR Daten Bauruinen und landwirtschaftliche Terrassen auf, die von Archäologen nicht einmal innerhalb von 25 Jahren entdeckt worden waren.

Im Rahmen des Honduras-Projekts „befeuerte“ das UH-Team die Gegend mit 25 bis 50 Laserpulsen pro Quadratmeter – insgesamt mehr als vier Milliarden Laserschüsse wurden abgegeben. Eine Reihe von Bereichen wurde kartiert und die Anzahl der gesammelten Bilder wurde reduziert und gefiltert, um die Vegetation zu entfernen und „nackte Erde“ sowie digitale Höhenmodelle in nahezu Echtzeit zu erstellen.

Die digitalen Höhenmodelle wurden dann verwendet, um geodätische Bilder der Gelände-Oberfläche unterhalb des Regenwaldes zu produzieren und diese Bilder wurden mit dem Auge abgesucht, um geomorphologische Merkmale sowie potentielle archäologische Ruinen zu entdecken.

Das Projekt hat die Fähigkeit von luftgestützten Laser-Mapping bewiesen, archäologische Ruinen in Regionen mit dichter Waldbedeckung zu lokalisieren, und es scheint, daß die Methode in den kommenden Jahren zu breiter Anwendung gelangen wird.

Uni Houston

Übers.  Ulf R.

Wissenschaftler der Uni Michigan entdecken im Huronsee prähistorische Spuren menschlicher Aktivität

Unter der Wasseroberfläche des kalten klaren Huronsees haben Forscher der Universität von Michigan ein fünfeinhalb Fuß langes Holzstück entdeckt, daß zum Stab abgerundet ist und ein Alter von 8.900 Jahren aufweist. Das Holz, daß aussieht, als wäre es bearbeitet worden, könnte wichtige Hinweise zur Entschlüsselung einer geheimnisvollen Periode der amerikanischen Frühzeit liefern.

„Das war der Zeitraum, als die Menschen allmählich von derJagd auf große Säugetiere wie Mastodon und Karibus absahen und begannen, zu Fischen, zu Sammeln und sich der Landwirtschaft zu widmen“, sagte Anthropologe John O’Shea. „Aber weil die meisten Orte in diesem Gebiet, in denen die prähistorischen Menschen lebten, nun von Wasser bedeckt sind, haben wir keine guten Beweise für diese wichtige Veränderung selbst sondern nur Anhaltspunkte aus der Zeit vor und nach der Veränderung der Jagdgewohnheiten.

„Eine der bleibenden Fragen ist der Mechanismus, der das Land unter Wasser setzte. Viele Leute denken, es muß sich um ein  gewaltsames Ereignis gehandelt haben, aber der Fund des großen hölzernen Objekts, daß auf dem Grund des Sses liegend entdeckt wurde und das lediglich zwischen ein paar Felsbrocken eingeklemmt war, läßt den Schluß zu, daß die Überschwemmung schnell aber dennoch saft von Statten ging. Und dies wiederum läßt vermuten, daß wir mehr intakte Zeugnisse menschlicher Aktivität in der Nähe finden werden.“

Mit Unterstützung der National Science Foundation (NSF) und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), begannen O’Shea und UM Kollege Guy Meadows vor einigen Jahren die Erkundung der Gegend in der Mitte des modernen Huronsees. Im Jahr 2009 berichteten sie von der Entdeckung einer eine Reihe von Steinen, bei denen es sich wie sie glauben, um „Jagdpfade“ von alten Paleoindianischen Jägern handelt, die sie nutzen, um um Karibus zum Schlachter zu treiben, eine Technik, die noch heute von den Inuit ausgeübt wird. Diese Pfade wurden auf der Alpena-Amberley Ridge, einer Landverbindung über die Mitte des modernen Huronsees, die den nördlichen Michigan mit Zentral-Ontario während der niedrigen Wasser-Perioden des Pleistozän und des frühen Holozän Erdzeitalters verband.

Seit der Entdeckung haben O’Shea und Meadow an der Identifizierung menschlicher Siedlungen, die sich üblicherweise außerhalb der Jagdgebiete befanden, gearbeitet. Im Rahmen der Jungfernfahrt ihres 25 Fuß langen Schiffes, der S / V Blue  entdeckten sie zunächst, etwa 40-60 Meilen außerhalb von Alpena, Michigan, im Huronsee das alte Holz-Objekt unter Benutzung eines kleinen ferngesteuerten Erkundungsfahrzeugs (ROV), welches mit einer Videokamera ausgestattet war. Anschließend stieg ein Team von Tauchern – einschließlich O’Shea, etwa 33 Meter hinab, um das Objekt zu erkunden.

Die zunächst in einem mit Seewasser gefüllten PVC-Rohr gelagerte Probe wurde mittlerweile unter Verwendung der Radiocarbonmethode auf ihr Alter hin untersucht. Es laufen derzeit genauere Analysen, um festzustellen, ob es Veränderungen durch Menschen, was die visuelle Untersuchung nahe legt, gegeben hat. „Das erste, was auffällt, ist, daß das Objekt mit abgerundeter Basis und einer Spitze geformt worden zu sein scheint“, sagte O’Shea. „Es gibt auch eine Schräge auf der einen Seite, die wie sie aussieht, unnatürlich erstellt worden war. Es sieht aus als könnte es sich um eine Zeltstange oder eine Stange die zum Aufhängen von Fleisch verwendet worden ist, handeln.“

Zusätzlich zu dem Holzfund haben die UM-Forscher viele andere Exponate vom Grund des Sees gehoben von den sie hoffen, neue Erkenntnisse über die damalige Umwelt zu erfahren, bevor es durch den steigenden Wasserspiegel des Sees zur Überflutung der Gegenstände kam. Einige der Proben werden jetzt bei dei Uni Michigan analysiert, während andere von einem kanadischen Experten für überflutete Ortschaften und Mikroabrieb bei Feuersteinbearbeitung analysiert werden – dazu fand eine Prüfung von Flocken aus Stein, deren Durchmesser weniger als einen Millimeter beträgt und die in großen Mengen produziert werden, wenn Steinwerkzeuge behauen wurden, statt..

Des weiteren wurden laut O’Shea Ansammlungen von von Pinienpollen und Holzkohle gefunden. „Langsam enthüllt sich das Bild der damaligen Umwelt“, sagte er. „Es war ein Sumpf in der Nähe dieser Fundstätte. Es scheint, wir sind der Vergangenheit der auf der Spur, aber natürlich könnte die Holzkohle sowohl von Waldbränden als auch Feuerstätten stammen. Also müssen wir auf das Ergebnis der Analysen warten, um sicher zu gehen, was wir hier entdeckt haben.“

Uni Michigan

Übersetzung: Ulf R.

Hieroglyphentafeln in einem Palast der Maya entdeckt

Wissenschaftler der Abteilung für Altamerikanistik der Universität Bonn entdeckten in einem Palastkomplex der Maya-Stadt Uxul in Mexiko Relieftafeln, die Könige beim Ballspiel zeigen. Die Reliefe deuten darauf hin, dass der Palast von Uxul von den Königen der Kaan-Dynastie zumindest zeitweise in Besitz genommen wurde.

Insgesamt wurden sechs steinerne Relieftafeln entdeckt, von denen vier mit Darstellungen von pompös gekleideten Königen beim Ballspiel geschmückt sind. Keine der Relieftafeln befindet sich an ihrem ursprünglichen Ort, da die Tafeln erst im Rahmen von Umbaumaßnahmen nach  740 n. Chr. in die Stufen eingesetzt worden sind.

Quelle 

Archäologen ergruben in Tel el-Safi die „Bösewichte“ der Bibel

Auf den Überresten einer antiken Metropole im Süden Israels sind Archäologen am Zusammensetzen von Mosaiksteinen der Geschichte eines Volkes, das vor allem als Vertreter der „bösen Gestalten“ der hebräischen Bibel gilt. Die Stadt Gath, in der die jährliche Ausgrabungssaison in dieser Woche begann, hilft Wissenschaftler dabei, ein differenzierteres Bild der Philister zu zeichnen, die sich in der biblischen Geschichte als die ewigen Feinde der Israeliten erwiesen. Vor nahezu dreitausend Jahren war Gath eine Grenzstadt zwischen den Philistern, die die Küstenebene des Mittelmeeres besetzt hatten und den Israeliten, die Hügel im Landesinneren kontrollierten. Der berühmteste Einwohner war nach dem Buch Samuel Goliath – der riesige Krieger der auf eine unglaubliche Art durch den jungen Hirten David und seine Schleuder gefällt wurde. Die Philister „sind die nahezu ultimative anderen, in der biblischen Geschichte“, sagte Aren Maeir von der Bar-Ilan-Universität , der archäologische Leiter der Ausgrabung. Die neueste Sommer-Grabungskampagne begann in der vergangenen Woche mit 100 Grabungskräften aus Kanada, Südkorea, den USA und andernorts, die sich zusätzlich zu der Fülle von Reliquien auf dem Gelände einfanden, seit das Maier-Projekt im Jahr 1996 begann.

Aus einem quadratischen Loch wurden mehrere Krüge der Philister nach fast 3.000 Jahren aus dem Boden geborgen. Eine jüngst ausgegrabene bemalte Scherbe hatte einen rostroten Rahmen und eine schwarze Spirale: eine Dekoration die mit der in der antiken griechischen Kunst gemeinsam ist und ein Hinweis auf Ursprünge der Philister in der Ägäis ist.

Die Philister kamen auf dem Seeweg aus dem Bereich des heutigen Griechenland um 1200 v. Chr. Sie fuhren zu den wichtigsten Häfen in Ashkelon und Ashdod, jetzt Städte in Israel und in Gaza, jetzt Teil des palästinensischen Gebiets das als Gazastreifen bekannt ist. In Gath besiedelten sie einen Abschnitt, der seit prähistorischer Zeit bewohnt war. Grabungen wie diese haben gezeigt, daß obwohl sie Aspekte der lokalen Kultur übernommen haben, sie ihre Wurzeln nicht vergaßen. Auch fünf Jahrhunderte nach ihrer Ankunft verehrten sie beospielsweise noch immer Götter mit griechischen Namen. Archäologen haben herausgefunden, daß die Ernährung der Philister sich stark auf Gras, Erbsen und Linsen, eben ägäischen Grundnahrungsmittel, konzentrierte. Alte Knochen an der Stelle zeigen, daß sie auch Schweine und Hunde aßen,  die im Gegensatz dazu von den benachbarten Israeliten als unrein verworfen wurden.

Grabungen bei Gath haben auch Spuren einer Zerstörung der Stadt im 9. Jahrhundert v. Chr. freigelegt, darunter einen Graben und Erdwall der rund um die Stadt von einer Belagerungsarmee gebaut – noch immer als dunkle Linie quer über die umliegenden Hügel sichtbar ist. Die damalige Schleifung der Befestigungsanlagen von Gath scheint die Arbeit des aramäischen Königs Hasael im Jahr 830 v. Chr. zu sein, ein Zwischenfall, der in dem biblischen Buch der Könige erwähnt wurde.

Gath herausragende Bedeutung basiert darauf, daß die „wunderbare Ansammlung von materieller Kultur“ die dort freigelegt wurde, ein Licht darauf wirft, wie die Philister im 10. und 9. Jahrhundert v. Chr. lebten, sagte Seymour Gitin , Direktor des WF Albright Institute of Archaeological Research in Jerusalem und Experte für die Philister.

Das würde auch die Ära des Königreiches von Jerusalem betreffen, während der es durch David und Salomo regiert wurde, wenn ein solches Reich wie in der Bibel beschrieben, existiert hat. Andere Philister-Grabungsstätten haben Archäologen mit Informationen über frühere und spätere Zeiten versorgt, aber nicht mit Spuren aus der Kernzeit. „Gath füllt eine wichtige Lücke in unserem Verständnis der Geschichte der Philister“, sagte Gitin.

Im Jahr 604 v. Chr. drang Nebukadnezar aus Babylon ein und belegte die Städte der Philister mit dem Schwert. Danach kamen keine Aktivitäten ihrerseits mehr auf.

Kreuzritter, die aus Europa im Jahre 1099 eintrafen, errichteten eine Festung auf den Resten der Siedlung von Gath und später wurde der Ort zu einem arabischen Dorf, Tel el-Safi , das während des Krieges um die Gründung Israels im Jahr 1948 leer stand. 1955 wurde eine israelische Stadt, Kiryat Gat, mehrere Meilen südlich gegründet, die irrtümlich nach Gath benannt war, einer Verwechslung mit einer anderen Ruine als die der Philisterstadt. Die Erinnerung an die Philister – oder eine etwas einseitige Version  – ist in der hebräischen Bibel erhalten.

Der Held Samson, der mit einer Philister-Frau verheiratet war, fetzte sich mit ihnen immer wieder, bevor er verraten und ergriffen, geblendet und gebunden, in ihren Tempel in Gaza verbracht wurde. Dort sagt die Geschichte, riss er sich los und zerschmetterte zwei tragende Säulen, wodurch der Tempel einstürzte und alle die sich drinnen aufhielten, darunter Samson selbst, unter sich begrub. Ein faszinierender Fund bei Gath ist der Überrest einer großen Struktur, möglicherweise ein Tempel mit zwei Säulen. Maeir hat vorgeschlagen, daß dies ein bekanntes Design-Element in der Architektur der Philister-Tempel gewesen sei, als es in der Samson Geschichte Verwendung fand.

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Archäologen ergraben 1.000 Jahre alten Friedhof der Maya

Eine Reise in die Unterwelt begann an dieser jüngsten Entdeckung in der Geschichte der Maya für 116 Menschen. Mexikanische Archäologen haben im südöstlichen Bundesstaat Tabasco einen Friedhof ausgegraben, der laut Aussage des Instituts für Nationale Anthropologie und Geschichte aus dem Jahr 811 stammt. Die Entdeckung der Anlage wurde in der Nähe der Großen Akropolis von Comalcalco gemacht und beinhaltet die Überreste von 116 Menschen, gab das INAH in einer Erklärung bekannt.

 „Diese Entdeckung ist der größte Skelettfund, der jemals in dieser Region des Maya-Gebietes gemacht wurde, was bedeutet, daß es sich um einen präkolumbianischen Friedhof handeln könnte, der mit der Maya-Kultur in Verbindung gebracht werden könne“, so der Projekt-Koordinator Ricardo Armijo. Er sagte, daß es sich „bei den 66 Bestattungen in Urnen um Angehörige der Maya-Elite und den anderen 50, die in verschiedenen Positionen um sie gelegt sind, um ihre Begleiter im Jenseits handle“.

Ebenso genfunden wurden Instrumente und Figuren bei den Bestattungen wie „Keramik-Pfeifen und Rasseln in Form von Tieren und reich gekleideten Männer und Frauen, Dutzende von Rasierklingen, Messer, Bruchstücke aus Feuerstein und Obsidian, viele Metallteile und mehr als 70.000 Tonscherben“.  

Eine Analyse der Objekte hat gezeigt, daß die Bestattungen irgendwann in einem Zeitraum, der zwischen 1.161 bis 1.200 Jahren zurückliegt stattgefunden haben, „dennoch muß dies durch eine vollständige Untersuchung noch bewiesen werden“, sagte Armijo. Er sagte auch, daß die Skelette Merkmale der Maya-Kultur wie Schädeldeformation und Zahnfüllungen aufwiesen.

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Schatz im indischen Kerala Tempel ausgegraben (Update)

Der südindische Hindu-Tempel hat sich nach Aussage lokaler Beamter als eine Fundgrube von Gold und Silber Schmuck, Münzen und Edelsteine ​​im Wert von Millarden von US-Dollar erwiesen. Die Wertsachen haben einen geschätzten vorläufigen Wert von über 500 Milliarden Rupien (13.700.000.000 US-$), sagte Kerala Chief Secretary K. Jayakumar, und katapultieren den Tempel damit in die Liga der reichsten Tempel Indiens.

Die Tausende von Halsketten, Münzen und Edelsteinen ​​wurden in mindestens fünf unterirdischen Gewölben unter dem Sree Padmanabhaswamy Tempel, der für seine komplizierten Skulpturen bekannt ist, entdeckt. „Wir sind auf noch eine weitere geheime Kammer, die seit fast 140 Jahren nicht mehr geöffnet wurde, gestoßen“, sagte Herr Jayakumar.

Der Tempel, der dem Hindu Gott Vishnu gewidmet ist, war vor Hunderten von Jahren durch den König von Travancore und Spenden von Anhängern aufgebaut worden. Aus der Zeit stammen die Schätze in den Gewölben. Eine Halskette , dia am Donnerstag gefunden wurde, ist sechs Meter lang.  Tausende von Goldmünzen wurden ebenfalls gefunden. 

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