Steinerne Schüssel aus der Jungsteinzeit in Galiläa ausgegraben

200 bunte Perlen in einer Schüssel sowie Schnitzereien von Tierfiguren (Laufvögel, evtl. Strauße) auf einer steinernen Platte sind am Sonntag im Ein Zippori Nationalpark entdeckt worden, der sich im unteren Galiläa befindet.

Im Vorfeld der Erweiterung des Highway 79, waren umfangreiche archäologische Ausgrabungen durch die israelische Antikenverwaltung durchgeführt worden. Bei den Ausgrabungen wurde eine Vielzahl von beeindruckenden prähistorischen Artefakten freigelegt. Überreste aus der Zeit der prähistorischen Besiedlung, deren Herstellungszeitraum von der tonwarenlosen Jungsteinzeit (vor ca. 10.000 Jahren) bis in die frühe Bronzezeit (ca. 5.000 Jahren) reicht, finden sich im Bereich der Ein Zippori Grabungsstätte, die sich die südlich von der Ein Zippori Quelle erstreckt, an.

Die Grabungsstätte, die sich über eine Fläche von in etwa 40 Hektar erstreckt, könnte die größte im Land sein, wo es Überreste der „Wadi Rabah“ Kultur gibt. Diese Kultur wird nach dem Ort, an der sie zuerst entdeckt wurde (in der Region von Rosch Ha-Ayin) benannt und repräsentiert in Israel den Zeitraum zwischen dem Ende des sechsten Jahrtausends und dem Beginn des fünften Jahrtausends vor Christi Geburt.

Dr. Ianir Milevski und Nimrod Getzov, Direktoren der Grabungskampagne, die im Namen der Israel Antiquities Authority durchgeführt wird, sagten: „Das Vorhandensein von Resten aus dem Wadi Rabah Kultur in den meisten unserer Grabungsbereiche und an anderer Stelle in der Nähe, wo auf dem Gelände Untersuchungen durchgeführt wurden zeigt, daß Ein Zippori eine ergiebige Fundstätte ist. Es stellt sich heraus, daß dieser Ort einer der größten, wenn nicht der größte in dem Land ist, wo es Überreste dieser Kultur zu finden gibt. “

Eine Vielzahl von Artefakten wurde in dem freigelegten Areal gefunden, darunter Keramik, Werkzeuge aus Feuerstein, basaltene Schüsseln und künstlerische Objekte von großer Bedeutung. Milevski und Getzov sagten: „Die Töpferwaren wiesen charakteristische Züge der Wadi Rabah Kultur, wie gemalte und eingeschnitte Dekorationen sowie rot und schwarz bemalte Schüsseln auf. Herausragend unter den Steinwerkzeugen, die entdeckt wurden sind die Sichelklingen, die zur Getreideernte verwendet wurden, Zeichen für die Existenz einer landwirtschaftlichen Wirtschaft.“

Es geht auch klar aus dem Material einiger Fundstücke hervor, daß nicht alle gefundenen Objekte heimisch sind, sondern dass es sich um die Elemente als Teil eines Netzwerks des Handels, das sich über Tausende von Kilometern während der Antike erstreckte. Als Beispiel seien dünne scharfe Klingen aus Obsidian, das ein vulkanisches Gestein darstellt, das nicht heimisch in Israel ist, genannt, dessen nächste Quelle in der Türkei liegt.

Zu den besonderen Funden, die bei der Ausgrabung freigelegt wurden, zählt eine Gruppe von kleinen Steinschalen, die erstaunlich filigran hergestellt wurden.

Eine von ihnen war zum Zeitpunkt der Entdeckung mit mehr als 200 schwarzen, weißen und roten Steinperlen gefüllt.

Weitere wichtige Artefakte die gefunden wurden stellen Tonfiguren von Tieren (Schafe, Schweine und Rinder) dar, die die Bedeutung der Viehzucht in diesen Kulturen veranschaulichen.

Die Funde von größter Bedeutung stellen Siegel aus Stein oder Amulette dar, auf denen geometrische Motive und Steinplatten die mit Verschneidungen und knöchernen Objekten dekoriert sind. Unter den Steinplatten ist eine, die eine einfache, aber sehr elegante Schnitzerei zeigt, die zwei rennende Strauße darstellt.

Nach Angaben der Forscher stellen diese Objekte die Welt religiösen Glaubens dar und dienen als Verbindungsglied zwischen Ein Zippori und den Kulturen dieser Zeit in Syrien und Mesopotamien.

Milevski und Getzov erklärten: „Die Ankunft dieser Objekte an der Ein Zippori Grabungsstätte zeigt, daß sich bereits damals eine soziale Schicht von gesellschaftlicher Elite entwickelt hat, die Luxusartikel, die aus fernen Ländern importiert wurden, erhielt und verwendete.“

Die wichtigsten Funde sind Siegel oder Talismane aus Stein mit geometrischen Motiven und Steinplatten mit unter Zuhilfenahme von Knochenwerkzeugen eingeritzten Motiven.

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Israelische Archäologen entdecken 3.000 Jahre alten Wasserspeicher in Jerusalem

Die Entdeckung in der Nähe der Klagemauer hat das Verständnis der Archäologen für die Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels verändert. Eine große öffentlicher Zisterne, deren Alter auf den Zeitraum des Ersten Tempels datiert ist, wurde kürzlich bei in Jerusalem durchgeführten Ausgrabungen entdeckt. Der Wasserspeicher ist der erste seiner Art, der in Jerusalem aufgedeckt wurde. Die Ausgrabungen, die an einem Standort in dem Jerusalemer archäologischen Garten, nicht weit von der Klagemauer durchgeführt werden, finden unter der Leitung der israelischen Altertümerverwaltung in Zusammenarbeit mit der Behörde für Natur und Parks Authority statt und werden von der Elad Stiftung finanziert.

In den letzten Jahren haben Archäologen zusammen mit der Behörde für Altertümer einen großen Kanal, der von der Umgebung des Tempelberges zum Siloahteich führt, ausgehoben. Heute können Besucher bereits eine Tour zu einem Teil des Kanals, der in der Nähe der Klagemauer verläuft, besichtigen. Die Ausgrabung führte eine Reihe von früheren Strukturen zu Tage, die eine nach der anderen abgerissen wurden, um den Kanal zu bauen, zusammen mit der Straße über den Kanal, und was Teil der Klagemauer zu sein scheint.

In den letzten Paar Wochen entdeckten die Ausgraber, daß der Bau des Kanals bei einer 250 Kubikmeter großen Zisterne abschloß, die aus dem Stein während der Zeit des Ersten Tempels vor rund 3.000 Jahren gemeißelt wurde. Funde aus der Zeit des ersten Tempels in Jerusalem sind relativ selten, im Vergleich mit Ergebnissen aus späteren Epochen. Trotz der Tatsache, daß archäologische Ausgrabungen in Jerusalem seit dem 19. Jahrhundert stattfinden, ist dies die erste große Zisterne, die innerhalb der Stadt gefunden wurde.

Es wurde festgestellt, daß die Mauern der Zisterne gründlich verputzt worden waren, und zwar in der gleichen Weise wie andere Zisternen aus der gleichen Zeit in verschiedenen Regionen in ganz Israel, einschließlich Bet Shemesh und Be’er Sheva. Die Entdeckung der Zisterne ändert die aktuellen Vorstellungen von Archäologen, die sie bezüglich der Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels hatten. Bisher glaubten die Forscher, daß das meiste Wasser zur Zeit des ersten Tempels die Stadt direkt aus der Gihonquelle, die im Kidrontal entspringt, erreichte.

Laut Eli Shukron, des Grabungsleiters im Auftrag der Israelischen Altertümerverwaltung „Die Betrachtung der aktuellen Zisterne, sowie kleinerer Zisternen, die entlang des Tyropoeon Tales offenbart wurden, zeigt eindeutig, daß der Wasserverbrauch Jerusalems in der Zeit des ersten Tempels nicht ausschließlich von dem Ausstoß der Wasserwerke der Gihonquelle, sondern auch von weiteren verfügbaren Wasserressourcen, wie die, die wir gerade entdeckt haben, gedeckt wurde.Laut Dr. Tvika Tsuk, Chefarchäologe der Behörde für Natur und Parks und ein Experte für alte Wasser-Systeme „Ist das große Wasserreservoir, daß in der Nähe des Tempelberges liegt, vermutlich für die täglichen Aktivitäten des Tempels verwendet worden sowie auch von den Pilgern, die zum Tempel hinauf zogen und das Wasser zum Baden und Trinken benötigten“.

Linksgerichtete Archäologen griffen die Israelische Antikenbehörde angesichts der neuen Erkenntnisse an und behaupteten, daß die Organisation die Grabung für für politische Zwecke durchgeführt hat, und im Gegensatz zu richtigen archäologischen Methoden stattgefunden hat. „Antike Strukturen können nicht richtig datiert werden, wenn die Ausgrabung nicht nach der stratigraphischen Methode – vom Boden aus, [gerade] nach unten erfolgt“, sagte Yoni Mizrahi, ein Archäologe der Organiation „Emek Shaveh“, unter deren Dach Archäologen vereint sind, die Kritik an der Israelischen Altertümerverwaltung und an der Elad Stiftung üben.

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Übersetzung: admin