Israelische Archäologen entdecken 3.000 Jahre alten Wasserspeicher in Jerusalem

Die Entdeckung in der Nähe der Klagemauer hat das Verständnis der Archäologen für die Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels verändert. Eine große öffentlicher Zisterne, deren Alter auf den Zeitraum des Ersten Tempels datiert ist, wurde kürzlich bei in Jerusalem durchgeführten Ausgrabungen entdeckt. Der Wasserspeicher ist der erste seiner Art, der in Jerusalem aufgedeckt wurde. Die Ausgrabungen, die an einem Standort in dem Jerusalemer archäologischen Garten, nicht weit von der Klagemauer durchgeführt werden, finden unter der Leitung der israelischen Altertümerverwaltung in Zusammenarbeit mit der Behörde für Natur und Parks Authority statt und werden von der Elad Stiftung finanziert.

In den letzten Jahren haben Archäologen zusammen mit der Behörde für Altertümer einen großen Kanal, der von der Umgebung des Tempelberges zum Siloahteich führt, ausgehoben. Heute können Besucher bereits eine Tour zu einem Teil des Kanals, der in der Nähe der Klagemauer verläuft, besichtigen. Die Ausgrabung führte eine Reihe von früheren Strukturen zu Tage, die eine nach der anderen abgerissen wurden, um den Kanal zu bauen, zusammen mit der Straße über den Kanal, und was Teil der Klagemauer zu sein scheint.

In den letzten Paar Wochen entdeckten die Ausgraber, daß der Bau des Kanals bei einer 250 Kubikmeter großen Zisterne abschloß, die aus dem Stein während der Zeit des Ersten Tempels vor rund 3.000 Jahren gemeißelt wurde. Funde aus der Zeit des ersten Tempels in Jerusalem sind relativ selten, im Vergleich mit Ergebnissen aus späteren Epochen. Trotz der Tatsache, daß archäologische Ausgrabungen in Jerusalem seit dem 19. Jahrhundert stattfinden, ist dies die erste große Zisterne, die innerhalb der Stadt gefunden wurde.

Es wurde festgestellt, daß die Mauern der Zisterne gründlich verputzt worden waren, und zwar in der gleichen Weise wie andere Zisternen aus der gleichen Zeit in verschiedenen Regionen in ganz Israel, einschließlich Bet Shemesh und Be’er Sheva. Die Entdeckung der Zisterne ändert die aktuellen Vorstellungen von Archäologen, die sie bezüglich der Wasserversorgung von Jerusalem während der Zeit des Ersten Tempels hatten. Bisher glaubten die Forscher, daß das meiste Wasser zur Zeit des ersten Tempels die Stadt direkt aus der Gihonquelle, die im Kidrontal entspringt, erreichte.

Laut Eli Shukron, des Grabungsleiters im Auftrag der Israelischen Altertümerverwaltung „Die Betrachtung der aktuellen Zisterne, sowie kleinerer Zisternen, die entlang des Tyropoeon Tales offenbart wurden, zeigt eindeutig, daß der Wasserverbrauch Jerusalems in der Zeit des ersten Tempels nicht ausschließlich von dem Ausstoß der Wasserwerke der Gihonquelle, sondern auch von weiteren verfügbaren Wasserressourcen, wie die, die wir gerade entdeckt haben, gedeckt wurde.Laut Dr. Tvika Tsuk, Chefarchäologe der Behörde für Natur und Parks und ein Experte für alte Wasser-Systeme „Ist das große Wasserreservoir, daß in der Nähe des Tempelberges liegt, vermutlich für die täglichen Aktivitäten des Tempels verwendet worden sowie auch von den Pilgern, die zum Tempel hinauf zogen und das Wasser zum Baden und Trinken benötigten“.

Linksgerichtete Archäologen griffen die Israelische Antikenbehörde angesichts der neuen Erkenntnisse an und behaupteten, daß die Organisation die Grabung für für politische Zwecke durchgeführt hat, und im Gegensatz zu richtigen archäologischen Methoden stattgefunden hat. „Antike Strukturen können nicht richtig datiert werden, wenn die Ausgrabung nicht nach der stratigraphischen Methode – vom Boden aus, [gerade] nach unten erfolgt“, sagte Yoni Mizrahi, ein Archäologe der Organiation „Emek Shaveh“, unter deren Dach Archäologen vereint sind, die Kritik an der Israelischen Altertümerverwaltung und an der Elad Stiftung üben.

Quelle

Übersetzung: admin